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70 Jahre Partnerschaft Göttingen – Cheltenham

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden neue partnerschaftliche Beziehungen mit dem Ziel, die in der Zeit des Nationalsozialismus und im Krieg zerstörten, nationenübergreifenden Interessen und Begegnungen neu zu schaffen bzw. wieder zu stärken. Die unheilvolle Rolle der Feindbilder und Vorurteile sollten durch Begegnungen und freundschaftliche Verbindungen überwunden werden. Die britische Besatzungspolitik in Norddeutschland richtete von Beginn an ihr Interesse darauf, demokratische Jugendorganisationen ins Leben zu rufen und sie in einen direkten Austausch mit englischen Jugendorganisationen einzubeziehen. Dieser Austausch begann 1951, und er wurde über viele Jahre vor allem von engagierten Jugendlichen selbst getragen. Bei den wechselseitigen jährlichen Gruppenreisen stand zwar zunächst ein unterhaltsamer Ferienaufenhalt im Vordergrund, aber das damit verbundene Ziel war es, das Gastland besser bzw. überhaupt kennen zu lernen und so schließlich ein vertieftes Verständnis zwischen der jungen Generation der beiden Länder zu erreichen.

Dieses Konzept war – lange Zeit noch ohne förmliche Vereinbarungen – trotz mancher Krisen in den ersten Jahren schließlich so erfolgreich, dass der jährliche Austausch mit Cheltenham heute längst ein weithin selbstverständlicher Bestandteil der Göttinger Kulturpolitik ist. 

Aus Anlass des 70-jährigen Jubiläums dieser Partnerschaft präsentieren die Cheltenham local History Society und der Geschichtsverein für Göttingen und Umgebung e.V. jeweils ihre Stadt in einer charakteristischen Bildauswahl. Die beiden Vereine wollen damit zu wechselseitigem Verständnis und Interesse für eine weiterhin partnerschaftliche Zukunft beitragen.

 



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