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26.09.2018, 18.00 Uhr - Buchvorstellung im Städtischen Museum: "Hermann Rein und die Flugmedizin - Erkenntnisstreben und Entgrenzung""

 

Hermann Rein (1898-1953) war Physiologe und Professor der Göttinger Universität. Er war eine Koryphäe seines Faches, machte bereits als junger Wissenschaftler bahnbrechende Entdeckungen und forschte nach 1938 in Göttingen an einem eigens errichteten Institut über Fragen der Flugmedizin. Obwohl er kein NSDAP-Mitglied war, nahm er auch während des NS-Regimes eine herausragende Stellung in der Wissenschaftslandschaft ein, war Beratender Arzt der Wehrmacht und betrieb kriegswichtige Forschungen. Nach 1945 war er kurzzeitig Rektor der Georg-August-Universität und gründete in Göttingen die Max-Planck-Gesellschaft mit. Er engagierte sich öffentlich für im Nürnberger Ärzteprozess angeklagte Luftwaffenmediziner. Nach Hermann Rein ist in Göttingen eine Straße benannt.

Katharina Trittel zeigt in ihrem neuen Buch "Hermann Rein. Erkenntnisstreben und Entgrenzung", wie es diesem Spitzenforscher gelang, in unterschiedlichen politischen Regimes erfolgreich zu sein. Ihre Befunde stellen das bisherige Bild von Rein als unkorrumpierbarem Wissenschaftler, der als Beispiel für Zivilcourage im Nationalsozialismus galt, auf Grundlage historscher Quellen in Frage.



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