Veranstaltungen

Königspfalz Werla - Dachwerkstadt Hornburg - Goslar

ACHTUNG: Die folgende Studienfahrt kann leider wegen des Corona-Virus nicht stattfinden.

Sa., 11.07.2020
Leitung: Dr. Michael Geschwinde

Kosten: 55,-- € pro Person (incl. Fahrkosten, Eintritte sowie Mittagessen und ein Getränk)
Abfahrt: 8.00 Uhr Stadthalle, Rückkehr gegen 19.00 Uhr
Verbindliche Anmeldung bis spätestens 30.04.2020
Spätester Zahlungstermin: 15.05.2020, Konto des Geschichtsvereins

 

Die Studienfahrt knüpft an den im vergangenen Jahr im Verein ge­haltenen Vortrag über die archäologische Erforschung der Königs­pfalz Werla an und führt außerdem zu zwei weiteren historischen Zielen im nördlichen Harzvorland, Hornburg und Goslar.

König Heinrich I., der im Jahre 919 die bis 1024 andauernde Königsherrschaft der sächsischen Herrscher („Ottonen“) begrün­dete, machte Werla zu einem bedeutenden Zentrum der könig­lichen Herrschaft und Repräsentation. Umfangreiche Grabungen und bauliche Rekonstruktionen vermitteln einen didaktisch gut er­schlossenen Eindruck der hochmittelalterlichen Königsherrschaft als Reiseherrschaft.

Hornburg mit seinen zahlreichen frühneuzeitlichen Fachwerkhäu­sern und einem erhaltenen eindrucksvollen Stadttor im Schutz der namengebenden Burg entwickelte sich von den Anfängen im 10. Jahrhundert unter der Ortsherrschaft der Halberstädter Bischöfe zu einer wichtigen Stätte der nördlichen Grenzsicherung des Halber­städter Bistums. Der Wohlstand, den die Stadt durch den auf Ex­port angelegten Hopfenanbau in der Frühen Neuzeit erlangte, spie­gelt sich noch eindrucksvoll in der erhaltenen Bau­substanz.

Goslar wurde im frühen 11. Jahrhundert gewissermaßen zur Nach­folgepfalz der Werla, deren Bedeutung zurückging, die aber bis weit ins 12. Jahrhundert ihre Funktion behielt. Die vor der Goslarer Pfalz liegende ältere Bergbausiedlung entwickelte sich dank der Erzvorkommen des Rammelsberges zu einer reichen und be­gehrten Stadt und spielte im Konflikt Heinrichs des Löwen mit Friedrich Barbarossa eine Rolle. Von 1290 bis ins frühe 19. Jahr­hundert hatte Goslar den Status einer Freien Reichsstadt. Der weit­gehend erhaltene Baubestand der mittelalterlich-frühneuzeit­lichen Stadt und die seit dem 19. Jahrhundert restaurierte Pfalz­anlage bezeugen die ehemals große Bedeutung des Ortes.



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