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1022 - Die echte und die gefälschten Urkunden für das Kloster St. Michaelis in Hildesheim

 

Ist unser Ort 1 000 Jahre alt?

Original und Fälschung - Mittelalterliche Urkunden in der Diskussion

 

Viele Ortschaften wollen 2022 ihr Tausendjähriges Ortsjubiläen begehen. Eine jetzt erschienene kleine Handreichung zu drei bekannten und umstrittenen Urkunden aus dem Jahr 1022 für das Hildesheimer Michaeliskloster ist daraus erwachsen, dass sich in den jeweiligen Dienststellen der Autoren Anfragen zur Echtheit und Belastbarkeit der Urkunden häuften. Für zahlreiche der 155 darin genannten Orte ist diese ihre Ersterwähnung. Die Urkunden geben mithin Anlass, im Jahr 2022 in vielen Orten um Hildesheim, Göttingen, Braunschweig und Hannover ein tausendjähriges Ortsjubiläum zu feiern.

 

Zielgruppe der Handreichung sind die vielen ambitionierten Heimatforscherinnen und Heimatforscher, die sich mit Fragen zur Entstehung ihres Ortes und seiner ersten schriftlichen Erwähnung beschäftigen. Die ausführliche Darlegung und Interpretation der drei Urkunden soll ihnen sowohl eine fundierte Einordnung seiner Ersterwähnung geben, sie aber auch zum tieferen Nachdenken über die Forschungsprobleme solcher Erwähnungen und ihre Interpretation anregen.

 

Das Ziel ist es, grundsätzlich besser über den Kern jeder historischen Forschung, den Umgang und die Interpretation historischer Quellen, zu reflektieren und das so gewonnene kritische Quellenbewusstsein in der eigenen Forschung anbringen zu können.

 

Die Autorin und Autoren, Kirstin Casemir und Uwe Ohainski von der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen und Niels Petersen vom Institut für Historische Landesforschung der Universität Göttingen sind in ihren Fachgebieten ausgewiesene Wissenschaftler und haben diese drei Urkunden und die genannten Ortsnamen auf landesgeschichtlicher und sprachwissenschaftlich-namenkundlicher Grundlage neu untersucht und bewertet. Die Einführung von NHB Geschäftsführer und Historiker Thomas Krueger diskutiert aus Sicht der Heimat- und Regionalforschung das Verhältnis von historischer Wissenschaft und Ortschronistik am Problem urkundlicher Ersterwähnungen von Ortschaften und ihrem tatsächlichen Alter.

 

Das Buch „1022 - Die echte und die gefälschten Urkunden für das Kloster St. Michaelis in Hildesheim“ von Kirstin Casemir, Thomas Krueger, Uwe Ohainski und Niels Petersen (= Schriften zur Heimatpflege, Band 21, Veröffentlichungen des Niedersächsischen Heimatbundes), Hannover 2020, 120 Seiten ist im Print-on-demand-Verfahren veröffentlicht worden und kann zum Preis von 12,50 € inkl. Versandkosten beim Niedersächsischen Heimatbund erworben werden. Bestellungen unter: heimat@niedersaechsischer-heimatbund.de oder Niedersächsischer Heimatbund e.V., An der Börse 5, 30159 Hannover.



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